FUTUR3 - Szenar für einen nicht existierenden, jedoch möglichen Instrumentalschauspieler
06.09.2011 - 20 Uhr - Weltecho

Ein theatraler Essay für einen Schauspieler und 39 Requisiten
Eingeführt als „Musik für einen Schauspieler“ basiert die Theaterpartitur von Boguslaw Schaeffer auf der Form eines abstrusen Vortags. Der Ausgangspunkt des Textes ist Walter Benjamins berühmter Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“. Dieser verfolgt den Gedanken, dass die moderne Technik mit ihren Möglichkeiten des Abbildens und Vervielfältigens für das Verkümmern der Aura in der Kunst sowie den Verlust des Rituals und der Vernichtung der Authentizität verantwortlich ist.
Die Inszenierung von Jan Peszek konterkariert das hochtrabende Sinnieren mit präzisen Sequenzen abstrakter Clownerie. So selbstbewusst der Text auch ist, so diskreditierend entwickelt sich die abwechselnd schräge, süffisante, gedankenvolle oder lächerliche Körpersprache des „Helden“, welche mehr und mehr mit einem nahezu musikalischen Rhythmus die Szene beherrscht.



